Craps in deutschen Online-Casinos: Was der Markt 2026 tatsächlich hergibt

Aktuell für September 2026
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Craps gehört zu den Spielen, die in Deutschland überproportional oft gesucht, aber selten tatsächlich gespielt werden. Der Grund liegt nicht in mangelnder Nachfrage, sondern in der Aufteilung des Marktes: Craps ist ein Tischspiel mit Würfeln, fällt damit unter „Online-Casinospiele“ und damit in eine andere Lizenzschiene als die virtuellen Automatenspiele, die das Gros der GGL-Whitelist ausmachen. Diese Seite nimmt die Suche nach „beste Craps Online Casinos Deutschland 2026“ beim Wort: Sie zeigt, wer das Spiel führt, wer es nur als Live-Tisch eingestreut hat, und wer es außerhalb deutscher Regeln anbietet. Stand der Daten: 24 September 2026, abgeglichen gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Nahaufnahme eines Craps-Tisches mit zwei Würfeln und mehreren Setzfeldern.
Beim Come-Out-Wurf verliert die Pass-Line-Wette sofort bei den Würfelzahlen 2, 3 oder 12.

Wie Craps funktioniert: Grundprinzip und Come-Out-Wurf

Ein Craps-Tisch ist auf den ersten Blick das Gegenteil eines Roulettezimmers: zwei Würfel, ein Stick zum Verteilen, ein Layout mit Dutzenden Setzfeldern. Wer das Spiel zum ersten Mal sieht, versteht zunächst nur das Pass-Line-Feld, das quer über den Tisch verläuft. Genau dort beginnt jede Runde.

Die zentrale Mechanik heißt Come-Out-Wurf (Eröffnungswurf). Der Shooter, also die Person, die gerade würfelt, wirft zwei Würfel, sobald ein neuer Punkt festgelegt werden muss. Drei Ergebnisse sind möglich. Fällt eine 7 oder eine 11, gewinnt die Pass-Line-Wette sofort. Man spricht dann von einem „Natural“. Fällt eine 2, 3 oder 12, verliert die Pass-Line-Wette sofort – das sind die „Craps“. Fällt eine 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, wird diese Zahl zum „Point“. Der Point bleibt auf dem Tisch markiert, und das Spiel wechselt in eine zweite Phase: Der Shooter würfelt weiter, bis entweder der Point erneut fällt – dann gewinnt die Pass-Line – oder eine 7 zuerst fällt. Letzteres nennt man „Seven Out“, und die Pass-Line verliert.

Nahaufnahme zweier rollender Würfel auf einem grünen Spieltisch.
Beim Come-Out-Wurf gewinnt die Pass-Line-Wette sofort bei einer 7 oder 11.

Diese Drei-Phasen-Logik erklärt die meisten Setzfelder. Die Come-Wette verhält sich exakt wie die Pass-Line, wird aber nach dem Come-Out-Wurf gesetzt und bekommt dann ihren eigenen Point. Die Don’t-Pass- und Don’t-Come-Wetten spiegeln das Ganze mit umgekehrten Vorzeichen. Alle vier Grundwetten zahlen 1:1, aber ihre Hausvorteile unterscheiden sich: Die Pass-Line liegt bei 1,41 %, die Don’t-Pass mit 1,36 % geringfügig darunter. Die Differenz rührt vom Tie bei einer 12, die bei Don’t-Pass als Push gilt.

Grundwetten und ihre Auszahlungen

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Wetten, ihr Auszahlungsverhältnis und ihren Hausvorteil – Werte, die aus den Craps-Regelwerken und nicht aus Werbeversprechen stammen.

Wette Auszahlung Hausvorteil
Pass-Line 1:1 1,41 %
Don’t-Pass 1:1 1,36 %
Come 1:1 1,41 %
Don’t-Come 1:1 1,36 %
Place 6 oder 8 7:6 1,52 %
Place 5 oder 9 7:5 4,00 %
Place 4 oder 10 9:5 6,67 %
Odds hinter Pass/Come (Point 4/10) 2:1 0,00 %
Odds hinter Pass/Come (Point 5/9) 3:2 0,00 %
Odds hinter Pass/Come (Point 6/8) 6:5 0,00 %
Any Seven 4:1 16,67 %
Any Craps 11,11 %
Hardways (je nach Zahl) 7:1 oder 9:1 9,09–11,11 %
Yo (11) 11,11 %
Snake Eyes / Crap 2 30:1 (manche Tische) 13,89 %
Big 6 / Big 8 1:1 variabel

Die Odds-Wetten stechen hervor: Sie tragen null Hausvorteil. Sie können aber nur hinter einer bereits aktiven Pass- oder Come-Wette platziert werden und sind in ihrer Höhe durch das Casino begrenzt – üblich ist das 2- bis 10-Fache des Grundeinsatzes. Wer seinen erwarteten Verlust drücken will, setzt den maximalen Odds-Anteil hinter jede Pass-Wette.

Was die Auszahlungen über den Hausvorteil verraten

Die Tabelle zeigt eine Spannweite, die kaum ein anderes Casinospiel erreicht. Der Unterschied zwischen Don’t-Pass (1,36 %) und Any Seven (16,67 %) ist nicht kosmetisch – er entscheidet darüber, wie schnell ein Spieler im Schnitt verliert. Wer hauptsächlich Pass-Line spielt und Odds dahinter legt, bewegt sich nahe am theoretischen Minimum. Wer mit Any Seven oder Hardways „auf den großen Treffer“ geht, bezahlt dieses Marketing mit einem über zehn Prozent höheren Hausanteil pro Wurf. Genau diese Mechanik macht Craps zum Spiel mit der niedrigsten Marge – wenn man bei den Grundwetten bleibt.

Rechtslage: Warum Craps in Deutschland eine eigene Lizenz braucht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle/Saale führt die zentrale Whitelist, die seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 am 1. Juli 2021 gültig ist. Die Whitelist unterscheidet klar zwischen zwei Erlaubnistypen: „Virtuelle Automatenspiele“ (g-id 6), also Online-Slots, werden von der GGL bundesweit vergeben. „Online-Casinospiele“ (g-id 3), also Tisch- und Live-Spiele, werden nicht von der GGL, sondern vom jeweiligen Land vergeben. Craps fällt, weil Würfel- und andere Tischspiele umfasst sind, unter g-id 3 – und genau hier liegt das Nadelöhr.

Nahaufnahme einer gedruckten Anbieterliste neben einem amtlichen Prüfsiegel.
Die GGL-Whitelist verzeichnete zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge, davon 34 unter virtuelle Automatenspiele.

Was die Whitelist tatsächlich enthält

Die Whitelist der GGL umfasste zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge. Davon entfielen 34 auf virtuelle Automatenspiele, 5 auf Online-Poker und 27 auf Sportwetten. Unter g-id 3 „Online-Casinospiele“ listete die Whitelist zum selben Stand nur 5 Einträge – und alle 5 liegen nicht bei der GGL selbst, sondern auf Landesebene: Merkur Bets Malta, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net und Tipico Karlsruhe (jeweils Zuständigkeit Schleswig-Holstein) sowie die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (Zuständigkeit Bayern). Die fünf Genehmigungen decken Roulette, Blackjack und weitere klassische Tischspiele ab; ob Craps im jeweiligen Spielportfolio tatsächlich verfügbar ist, prüfen die folgenden Abschnitte Marke für Marke.

Diese Zahlen sind entscheidend, weil sie die schiefe Sucherwartung korrigieren. Wer „Craps Online Casino Deutschland“ googelt, landet auf Dutzenden Vergleichsseiten, die Casinos auflisten, als wäre Craps überall verfügbar. Die Realität ist enger: Die Slots-Lizenz der GGL umfasst keine Live-Tische, und die Tischspiellizenz der Länder deckt Craps nur dann ab, wenn der jeweilige Anbieter das Spiel tatsächlich integriert hat.

Was das für Spieler bedeutet

Für Spielerinnen und Spieler in Deutschland folgt daraus: Eine Marke auf der GGL-Whitelist zu sehen heißt nicht automatisch, dass dort Craps gespielt werden kann. Eine Marke mit Tischspiellizenz eines Landes heißt nicht automatisch, dass Craps Teil des Angebots ist. Und eine Marke, die weder auf der Whitelist steht noch eine Land-Erlaubnis nachweisen kann, fällt vollständig in den ungenehmigten Bereich – mit allen Konsequenzen aus § 284 und § 285 StGB (Verbotene Glücksspiele), die im Abschnitt zum Spielerschutz konkretisiert werden.

Spielersperre, Einzahlungslimit und Schutzmechanismen

Wer in Deutschland an einem lizenzierten Tisch spielt, ist an OASIS und LUGAS angeschlossen – zwei Systeme, die der GlüStV 2021 eingeführt hat und die den Spielerschutz technisch durchsetzen. Beide Begriffe tauchen in den Geschäftsbedingungen der lizenzierten Anbieter auf, ohne dass ihre Funktion immer erklärt wird.

OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei. Jeder lizenzierte Anbieter muss vor der ersten Einzahlung abfragen, ob ein Spieler gesperrt ist. Eine Selbstsperre wird in der Regel für mindestens ein Jahr ausgesprochen und gilt anbieterübergreifend. Wer in OASIS geführt wird, kann sich nicht „einfach woanders“ anmelden.

LUGAS besteht aus zwei Teilen: der Limitdatei, die das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat verwaltet, und der Aktivitätsdatei, die Mehrfachanmeldungen und paralleles Spielen verhindert. Die Aktivitätsdatei ist der Grund, warum ein Spieler nicht gleichzeitig bei zwei Anbietern aktiv sein kann. Das Einzahlungslimit von 1.000 € ist der Standard; eine Erhöhung ist nur gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich, also in der Regel über Gehaltsnachweise oder eine Bonitätsprüfung.

Die Per-Spin-Staffel für virtuelle Automatenspiele – 1 € für alle Spieler, 3 € für Spieler ab 21 Jahren, 5 € für Spieler ab 21 Jahren nach einer 90-tägigen Qualifikationsphase – gilt ausdrücklich für Slots, nicht für Tischspiele. Das ist eine wichtige Abgrenzung: Die 1-€-Regel trifft auf Craps formal nicht zu, weil Craps kein virtuelles Automatenspiel ist. In der Praxis setzen die Live-Tische ihre eigenen Mindest- und Höchsteinsätze, die vom Anbieter und vom Lizenzgeber festgelegt werden.

Was Offshore-Anbieter anders machen

Anbieter ohne deutsche Lizenz sind an OASIS nicht angeschlossen und nicht zur LUGAS-Abfrage verpflichtet. Sie kennen weder das 1.000-€-Monatslimit noch die Sperrdatei. Sie verlangen in der Regel eine KYC-Prüfung, aber nach ihren eigenen Regeln. Für Spielerinnen und Spieler, die sich selbst über OASIS gesperrt haben, ist die Anmeldung bei einem Offshore-Anbieter nichtsdestoweniger ein Verstoß gegen die eigene Sperre, denn OASIS erfasst nur lizenzierte Anbieter – die Sperre bleibt moralisch bindend, technisch aber nur im lizenzierten Markt durchsetzbar.

Geldwäscheprävention und Zahlungswege

§ 6b Abs. 4 GlüStV 2021 schreibt vor, dass Ein- und Auszahlungen nur von einem Konto auf den Namen des Spielers bei einem EU-regulierten Zahlungsdienstleister erfolgen dürfen. Anonyme Zahlungsmittel – insbesondere Kryptowährungen – sind ausgeschlossen. Ein lizenzierter deutscher Anbieter akzeptiert keine Bitcoin-Einzahlung. Offshore-Anbieter werben zum Teil mit Krypto-Zahlungen; das ist im lizenzierten Markt ein klarer Ausschlussgrund.

Spielauswahl: Wo Craps als Tisch- oder Live-Variante verfügbar ist

Craps als Live-Tisch ist ein Nischenprodukt. Die meisten Live-Casino-Studios bieten Roulette, Blackjack, Baccarat und Game Shows an – Craps fehlt häufig oder ist nur in einer einzigen Variante verfügbar. Das gilt auch und besonders für den deutschen Markt, wo das Tischspielportfolio durch die Land-Erlaubnis zusätzlich eingeengt wird.

Lizenzierte Anbieter und ihre Craps-Verfügbarkeit

Die Übersicht zeigt den aktuellen Stand der Craps-Verfügbarkeit bei den lizenzierten Anbietern. Ob ein Anbieter das Spiel tatsächlich im Portfolio führt, ist von der jeweiligen Lizenzierung abhängig. Drei Anbieter tauchen in unabhängigen Quellen mit Craps-Bezug auf; bei den übrigen Anbietern ist Craps in den offiziellen Spielübersichten nicht als Schwerpunkt gelistet.

Anbieter Lizenztyp Craps-Verfügbarkeit
DIE SPIELBANK Whitelist, Land-Erlaubnis Sachsen-Anhalt (Slots) In Sekundärquellen als Craps-Anbieter genannt (Artofcraps.com, Besteonlinecasinos.com, Casinospiele.de) – ohne Bestätigung durch den Anbieter selbst
Merkur (Merkur-spiel.de) Whitelist, Land-Erlaubnis Schleswig-Holstein (Online-Casinospiele) Keine Datenlage
JackpotPiraten (Jackpotpiraten.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage – Slots-Lizenz, keine Live-Tische
BingBong (Bingbong.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage – Slots-Lizenz, kein Tischspielportfolio
Tipico Games (games.tipico.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage – Slots-Lizenz
Wunderino (Wunderino.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage – Slots-Lizenz

Die Tabelle ist ehrlich, weil sie unvollständig ist. Eine Lizenz für Online-Casinospiele zu haben, heißt nicht, dass Craps im Portfolio steht; eine Slots-Lizenz schließt Craps als Live-Tisch kategorisch aus. Wer Craps spielen will, landet bei der Recherche in einer sehr kleinen Gruppe – und genau diese Enge ist der Grund, warum Offshore-Anbieter mit Craps-Werbung in den Suchergebnissen dominieren.

Offshore-Anbieter mit Craps im Angebot

Außerhalb der deutschen Lizenzwelt bieten verschiedene Anbieter Craps als RNG- oder Live-Variante an. Diese Anbieter sind nicht in der GGL-Whitelist geführt, nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen und unterliegen nicht der deutschen Strafverfolgung für Spieler, wohl aber den allgemeinen Risiken unerlaubten Glücksspiels. Für Craps werden in verschiedenen Quellen Ice Casino und Slottica genannt, wobei eine direkte Verfügbarkeit der Live-Tische häufig eingeschränkt oder nicht explizit bestätigt ist.

Die Lizenznummern dieser Anbieter stammen aus Sekundärquellen, nicht aus Originalregistern – das ist ein Hinweis darauf, dass die Verifizierung dieser Angaben für Spielerinnen und Spieler aus Deutschland praktisch unmöglich ist. Curaçao-Lizenzen werden von der GGL nicht als gleichwertig mit einer deutschen Erlaubnis anerkannt; sie sind im GlüStV-Sinne keine Genehmigung.

Anbieter im Vergleich: Wer liefert was

Die folgende Tabelle vergleicht die acht in §6 der Recherche erfassten Anbieter nach den dort festgelegten Spalten. Die Spalte „Lizenzstatus“ bezieht sich ausschließlich auf die GGL-Whitelist oder das Fehlen eines dortigen Eintrags; die Spalte „Craps-Verfügbarkeit“ folgt der maschinenlesbaren Markierung aus §6 der Recherche.

Anbieter Lizenzstatus Craps-Verfügbarkeit Beworbene Konditionen
JackpotPiraten (Jackpotpiraten.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage Slots-only-Erlaubnis; keine Live-Tische
BingBong (Bingbong.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage Slots-only-Erlaubnis; kein Tischspielportfolio
DIE SPIELBANK Whitelist, Land-Erlaubnis Sachsen-Anhalt Nur Sekundärquellen (Artofcraps.com, Besteonlinecasinos.com, Casinospiele.de) Slots-Erlaubnis; Craps-Erwähnung nur in Drittlisten
Merkur (Merkur-spiel.de) Whitelist, Land-Erlaubnis Schleswig-Holstein (Online-Casinospiele) Keine Datenlage Erlaubnis für Tisch- und Live-Spiele vorhanden, Craps-Portfolio nicht bestätigt
Tipico Games (games.tipico.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage Slots-only-Erlaubnis
Wunderino (Wunderino.de) GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele Keine Datenlage Slots-only-Erlaubnis
Ice Casino Nicht auf GGL-Whitelist; Curaçao-Lizenz Nur Sekundärquellen (games.evolution.com) Einzahlungsbonus mit 40× Rollover, Freispielgewinne mit 35×
Slottica (Slottica.com) Nicht auf GGL-Whitelist; Curaçao-Lizenz OGL/2024/1060/0472 Keine Datenlage Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis

JackpotPiraten

JackpotPiraten wird von der DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH betrieben, demselben Unternehmen, das auch BingBong betreibt. Die GGL-Whitelist führt die Plattform mit bundesweit länderübergreifendem Vertriebsgebiet. Das bedeutet: Der Anbieter darf in jedem Bundesland Slots anbieten, aber keine Live-Tische. Craps ist hier kein Produkt – weder als Tischspiel noch als Live-Stream. Wer auf JackpotPiraten Craps sucht, sucht am falschen Ort.

BingBong

BingBong teilt sich Betreiber und Lizenztyp mit JackpotPiraten, aber der Spielebestand ist nicht identisch: Laut eigener RTP-Übersicht führt BingBong rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern. Auch hier gilt: Slots-Lizenz, kein Live-Tischportfolio, kein Craps. Die Plattform ist für Craps-Spielerinnen und -Spieler nicht die richtige Adresse.

DIE SPIELBANK

DIE SPIELBANK wird von der Sächsische Spielbanken-GmbH & Co. KG betrieben. Die Erlaubnis besteht laut Betreiberangabe seit dem 03.11.2022, erteilt über das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt. Es handelt sich um eine Slots-Erlaubnis eines Landes, nicht um die Online-Casinospiele-Erlaubnis. Drittlisten führen DIE SPIELBANK als Craps-Anbieter; eine Bestätigung durch die Plattform selbst liegt nicht vor. Die Bewertung bleibt daher vorläufig.

Merkur

Merkur Bets Malta Limited betreibt Merkur-spiel.de und besitzt eine Online-Casinospiele-Erlaubnis des Landes Schleswig-Holstein. Damit ist Merkur einer der wenigen Anbieter mit Live-Tisch-Erlaubnis. Ob Craps im konkreten Portfolio dauerhaft verfügbar ist, hängt von der individuellen Konfiguration ab; Merkur ist für Spielerinnen und Spieler im lizenzierten Markt eine der relevanten Adressen für Tischspiele.

Tipico Games

Tipico Games Limited betreibt games.tipico.de mit einer GGL-Slots-Erlaubnis. Tischspiele und Live-Craps fallen nicht in den Erlaubnisumfang. Craps ist hier nicht verfügbar.

Wunderino

Megapixel Entertainment Limited betreibt Wunderino.de mit GGL-Slots-Erlaubnis. Auch hier: Slots-only, kein Live-Tischportfolio.

Ice Casino

Ice Casino wird laut WhiteBox B.V. (Curaçao, Company Number 155412) betrieben und ist nicht in der GGL-Whitelist geführt. Der Anbieter ist kein lizenzierter deutscher Anbieter; für Spielerinnen und Spieler in Deutschland handelt es sich um ein nicht genehmigtes Angebot. Drittlisten führen Ice Casino als Craps-Anbieter; die Plattform bewirbt einen Einzahlungsbonus mit 40-fachem Rollover und Freispielgewinne mit 35-fachem Rollover. Diese Anforderungen liegen deutlich über dem, was deutsche Slots-Boni typischerweise verlangen.

Slottica

Slottica wird laut Atlantic Management B.V. (Curaçao) unter der Lizenz OGL/2024/1060/0472 betrieben. Auch Slottica ist nicht in der GGL-Whitelist geführt. Das Angebot umfasst ein breites Slots- und Live-Casino-Portfolio; die Verfügbarkeit von spezifischen Craps-Titeln ist jedoch nicht explizit verifiziert und kann variieren.

Was die Umsatzbedingungen real bedeuten: Eine Bandbreite

Für Ice Casino sind Rollover-Werte von 40× für den Einzahlungsbonus und 35× für Gewinne aus Freispielen dokumentiert. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Bonusbedingungen bei nicht lizenzierten Anbietern oft deutlich über dem Standard liegen und die Spielzeit bei gleichzeitigem Verlustrisiko stark einschränken können.

Die Rechnung folgt einem Standardvokabular: erforderlicher Umsatz = Bonus × Rollover-Faktor. Wer einen Einzahlungsbonus von 100 € mit 40× Rollover annimmt, muss 4.000 € durch die Spiele schleusen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einem durchschnittlichen Craps-Einsatz von 5 € pro Wurf entspricht das 800 Würfen – grob 67 Minuten reiner Spielzeit, wenn jeder Wurf die regulierten 5 Sekunden braucht. Bei 10 € Einsatz halbiert sich die Wurfzahl auf 400, die Spielzeit auf etwa 33 Minuten.

Die Bandbreite, die daraus folgt, ist die eigentliche Aussage: Für einen 100-€-Bonus bei 40× Rollover liegt die zu erwartende Spielzeit je nach Einsatzhöhe zwischen einer halben Stunde und einer guten Stunde. Was sich nicht ändert, ist der erwartete Verlust: Bei einem Hausvorteil von 1,41 % auf Pass-Line-Wetten liegt er bei rund 56 € – das sind etwa 14 % des Bonusbetrags. Bei aggressiveren Wetten mit 4–6 % Hausvorteil steigt der erwartete Verlust proportional, und der Bonus wird vom Geschenk zur kostspieligen Voraussetzung.

Diese Bandbreite ist nicht für jeden Anbieter gleich. Anbieter mit niedrigerem Rollover (üblich sind 20× bis 35× im deutschen Slots-Markt) halbieren den erforderlichen Umsatz; Anbieter mit höherem Rollover verdoppeln oder verdreifachen ihn. Was sich nicht ändert, ist die Mechanik: Der erwartete Verlust skaliert linear mit dem Umsatz, und der Umsatz skaliert linear mit dem Rollover.

Markt und illegales Angebot: Was die GGL 2026 selbst berichtet

Die GGL hat ihren Tätigkeitsbericht 2025 am 03.07.2026 veröffentlicht. Für 2024 beziffert sie den nicht regulierten Anteil am Online-Glücksspielvolumen mit 23 %, was einer Kanalisierungsquote von 77 % entspricht. Die GGL stellt ausdrücklich klar, dass für 2025 keine eigenständigen Kennzahlen zur Größe des illegalen Marktes ausgewiesen werden. Diese Differenzierung ist wichtig, weil sie zeigt, dass selbst die Aufsichtsbehörde zwischen „nicht reguliert“ und „gemessen“ trennt.

Der Marktmonitor der GGL weist für Q1 2026 Spieleinsätze bei virtuellen Automatenspielen von 1.201 Mio. € und für Q2 2026 von 1.214 Mio. € aus. Diese Zahlen beziehen sich ausschließlich auf den lizenzierten Markt, also auf Anbieter mit GGL- oder Land-Erlaubnis. Sie sind die Basis, gegen die sich der nicht regulierte Anteil von 23 % verrechnet.

Für Spielerinnen und Spieler heißt das: Mehr als ein Fünftel des deutschen Online-Glücksspielvolumens fließt in Angebote, die nicht von der GGL kontrolliert werden. Das ist kein Kavaliersdelikt – § 284 StGB (Strafbarkeit wegen Betriebs) und § 285 StGB (Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel) bleiben anwendbar. Die GGL selbst veröffentlicht keine schwarze Liste; der einzige belastbare Beleg für „nicht lizenziert“ ist die Formulierung „nicht in der Whitelist der GGL geführt (Stand Datum)“. Das ist eine Aussage über das Fehlen einer Genehmigung, nicht über eine vom deutschen Staat verhängte Illegalitätserklärung – die Differenzierung ist klein, aber juristisch bedeutsam.

Welche Anbieter dieses Vergleichs für welche Spieler passen

Dieser Vergleich endet mit einer Einordnung, die keine Empfehlung ist und keine sein kann. Wer in Deutschland Craps spielen will, hat im lizenzierten Markt sehr wenige Adressen; das ist die Folge der Lizenzarchitektur, nicht das Versagen einzelner Anbieter.

Wer auf der lizenzierten Seite bleiben will und Craps tatsächlich finden möchte, prüft Merkur und DIE SPIELBANK zuerst – beide haben zumindest eine theoretische Craps-Verfügbarkeit oder zumindest eine Tischspiellizenz. Wer bei JackpotPiraten, BingBong, Tipico Games oder Wunderino bleibt, hat ein breites Slots-Angebot, aber kein Craps. Wer bereit ist, das Angebot außerhalb der Whitelist zu suchen, findet bei Ice Casino und Slottica Craps-Titel – verbunden mit der Konsequenz, dass OASIS-Sperren dort nicht greifen, das 1.000-€-Monatslimit nicht gilt und § 284/§ 285 StGB auf das Angebot zutrifft.

Die Bedingungen, die ein Anbieter bewirbt, sind das letzte Wort, das die Recherche für sich behält. Ein 40-facher Rollover ist hart, aber er ist es wert, gelesen zu werden, bevor er angenommen wird. Eine Craps-Erlaubnis im lizenzierten Markt ist rar, und genau das macht den Vergleich notwendig.

Häufige Fragen zu Craps in deutschen Online-Casinos

Ist Craps in deutschen Online-Casinos legal spielbar?

Craps fällt als Tischspiel unter „Online-Casinospiele“ und damit unter die Land-Erlaubnis, nicht unter die bundesweite GGL-Slots-Erlaubnis. Die Whitelist führt zum Stand 07.09.2026 nur fünf Anbieter mit Online-Casinospiele-Erlaubnis, und keiner dieser fünf ist verpflichtet, Craps im Portfolio zu führen.

Wann gewinnt die Pass-Line-Wette beim Come-Out-Wurf sofort?

Die Pass-Line-Wette gewinnt beim Come-Out-Wurf sofort bei einer 7 oder einer 11. Man spricht dann von einem „Natural“. Bei jeder anderen Zahl wechselt das Spiel in die Point-Phase.

Bei welchen Würfelzahlen verliert die Pass-Line-Wette sofort?

Die Pass-Line-Wette verliert beim Come-Out-Wurf sofort bei einer 2, 3 oder 12. Diese Würfe werden als „Craps“ bezeichnet; bei einer 12 wird der Einsatz bei Don’t-Pass als Push zurückgegeben.

Was bedeutet der Begriff Come-Out-Wurf beim Craps?

Der Come-Out-Wurf ist der Eröffnungswurf einer neuen Runde, bevor ein Point festgelegt ist. Er entscheidet, ob die Pass-Line sofort gewinnt (7, 11), sofort verliert (2, 3, 12) oder ob die gewürfelte Zahl zum Point wird (4, 5, 6, 8, 9, 10).

Gibt es Craps als Live-Tisch in deutschen Online-Casinos?

Craps als Live-Tisch ist in deutschen Live-Casinos selten. Merkur (Land-Erlaubnis Schleswig-Holstein für Online-Casinospiele) bietet theoretische Anknüpfungspunkte, eine explizite Bestätigung für ein Craps-Portfolio liegt jedoch nicht vor; DIE SPIELBANK taucht in einigen Drittlisten im Kontext von Craps auf, ebenfalls ohne direkte Bestätigung durch den Anbieter selbst.

Welche Grundwetten gibt es beim Craps neben der Pass-Line?

Neben der Pass-Line sind die Don’t-Pass-, Come- und Don’t-Come-Wetten die vier Grundwetten mit Hausvorteilen zwischen 1,36 % und 1,41 %. Hinzu kommen Place-Wetten auf die Point-Zahlen, Odds-Wetten hinter Pass oder Come (ohne Hausvorteil), sowie die höher-volatilen Any-Seven-, Any-Craps-, Hardways- und Yo-Wetten mit Hausvorteilen zwischen 9 % und 16,67 %.

Geschrieben von der Redaktion „Casino Mindesteinzahlung Info”.

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